SPD fordert den freien Sonntag - Unterschriftensammlung für Sonntagsruhe

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Die Dresdner SPD sammelt am morgigen Freitag, dem 6. August von 16-18 Uhr, zeitgleich am Elbcenter in Pieschen und am Pirnaischen Platz, Unterschriften für den Erhalt des einkaufsfreien Sonntags in Dresden.

„Die Entscheidung über die Sonntagsruhe darf nicht den großformatigen Anzeigen überlassen werden. Dresden könnte mit der Entscheidung am 12. August eine Vorreiterrolle einnehmen. Die einzige Großstadt zu sein, die am Sonntag das Einkaufen nicht erlaubt, könnte eine Trendwende im ständigen Konsumdenken in Deutschland bewirken. Ich wünsche mir mehr Selbstbewusstsein und Souveränität des Dresdner Rates. Die Entscheidung für den freien Sonntag muss getroffen werden und wir müssen den Mut haben, diese trotz der Widerstände von Handels- und Arbeitgeberverbänden sowie den großen Einkaufketten durchzuhalten. Wir sollten uns Entscheidungen nicht aufdiktieren lassen.”, so Richard Kaniewski, Dresdner SPD-Stadtrat.

„Wir sammeln vor Ort, in nächster Nähe zu den verschiedenen Stadtteilzentren. Der verkaufsoffene Sonntag gefährdet besonders die kleinen Inhabergeführten Geschäfte. Gerade diese machen die Stadtteile aber so lebendig. Der Sonntagseinkauf bringt keinen neuen Arbeitsplatz – er verzerrt den Wettbewerb zugunsten der großen Ketten in der Innenstadt und dem Elbepark und belastet die kleinen, individuellen Läden. Wer die Verödung der Stadtteile verhindern will, kann nicht für den Sonntagseinkauf sein.“, so Kaniewski weiter.

Viele Stadtteile sind mit ihrer Vielzahl kleiner Läden attraktive Wohn- und Geschäftsviertel für jedermann. Das würde in den Augen der Sozialdemokraten durch den Sonntagsverkauf gefährdet.

„Wir wollen den Sonntag als Tag der Familie, der Ruhe und der geistigen Entspannung. Dem ständigen Konsumdenken muss Einhalt geboten werden. Einkaufen darf nicht unser ganzes Leben bestimmt. Wer für die Sonntagsöffnung stimmt, entscheidet sich klar gegen die Kinder, die Familien und abhängig Beschäftigten dieser Stadt.“, so Kaniewski abschließend.

Eine Stadtratsentscheidung im vergangenen Jahr erlaubte keine Einkaufssonntage in Dresden. Das wollen CDU, FDP und Bürgerfraktion durch eine erneute Abstimmung im Rat kippen, um vier verkaufsoffene Sonntage – zwei davon im Advent – zu ermöglichen. Gewerkschaften, Betriebsräte, Kirchen und viele engagierte Bürger machen auf das hohe Gut des freien Sonntags aufmerksam und kritisieren den Vorstoß.

 
 

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